1. SUMP-Netzwerktreffen

Am 14. Februar 2024 fand in Frankfurt das 1. SUMP-Netzwerktreffen des Fachzentrums statt und bot den anwesenden hessischen Kommunen die Möglichkeit sich über die nachhaltige, integrierte Mobilitätsplanung auszutauschen und zu informieren. Die Veranstaltung gliederte sich in drei Abschnitte, die einen umfassenden Einblick in die Herausforderungen, Fördermöglichkeiten und Praxiserfahrungen der hessischen Kommunen boten.

Mobilitätsplanung in Klein- und Mittelstädten

Im ersten Abschnitt des Netzwerktreffens ging es um die Herausforderungen, vor denen kleinere Städte in Bezug auf ihre Mobilitätsplanung stehen. Kleinere und mittlere Städte verfügen im Vergleich zu größeren über begrenzte Ressourcen und Expertise in der strategischen Mobilitätsplanung. Eine weitere zentrale Herausforderung ist die häufige Abhängigkeit vom Auto aufgrund schwach ausgebauter öffentlicher Verkehrsmittel. Um das Aufstellen von nachhaltigen Mobilitätsplänen zu erleichtern, hat das Fachzentrum Leitfaden „Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung für Klein- und Mittelstädte ins Deutsche übersetzten lassen.

Praxisnahe Einblicke lieferten die Städte Kronberg und Friedrichsdorf durch einen Inputvortrag. Herr Wingerter aus Friedrichsdorf berichtete, dass die Stadt als Vorbereitung für die Erstellung von SUMP eine Vorstudie durchgeführt lassen, um Handlungsfelder/Schwerpunkte für den geplanten SUMP zu identifizieren. Zudem ging Herr Wingerter detaillierter auf Planungsprozess ein und erklärte die Zusammensetzung der Bürgerbeteiligung. Herr Ott aus der Stadt Kronberg erklärte, wie hilfreich der SUMP-Leitfaden für die Planung des SUMP-Prozesses ist und betonte zudem die Vorteile kleinerer Kommunen. insbesondere die kürzeren Wege zu den Bürgern. In der anschließenden Diskussion mit den teilnehmenden Kommunen ging es u.a. noch um den Spielraum von Kommunen in Bezug auf Bundesstraßen in den Kommunen.

Neue Förderung des Landes Hessen

Im zweiten Abschnitt stand die Vorstellung der neuen Förderung des Landes Hessen im Fokus. Diese zielt darauf ab, hessische Kommunen bei der Erstellung von nachhaltigen integrierten Mobilitätsplänen zu unterstützen, insbesondere durch Förderung von Personal- und Sachkosten (siehe Video).

Weitere Informationen zur Förderung sind im Infoblatt und auf der Homepage der Hessen Agentur zu finden.

Wirtschaftsverkehre in der nachhaltigen Mobilitätsplanung

Der abschließende Teil der Veranstaltung widmete sich der Bedeutung des Wirtschaftsverkehrs in der nachhaltigen Mobilitätsplanung. Der Wirtschaftsverkehr macht ca. 30% des Gesamtverkehrs aus und hat verstärkt negative Umweltauswirkungen und soziale Effekte (z.B. Überlastung, Luftverschmutzung, Lärmbelastung und Verkehrssicherheit). Aufgrund dessen ist es wichtig den Wirtschaftsverkehr bei der nachhaltige Mobilitätsplanung mitzudenken. Diskutiert wurden Maßnahmen wie die Einrichtung von Lieferzonen, um das Parken in zweiter Reihe zu bekämpfen, sowie die Förderung und gewerbliche Nutzung von Lastenrädern. Erfahrungsberichte aus Wiesbaden und Limburg unterstrichen die Notwendigkeit eines Dialogs mit Wirtschaftsakteuren, um die Vorteile einer nachhaltigen Mobilitätsplanung hervorzuheben. Um die Kommunikation zwischen Akteuren und Kommunen zu stärken plant das Fachzentrum für dieses Jahr eine Veranstaltungsreihe zu diesem Thema.

Das 2. SUMP-Netzwerktreffen findet am 26. Juni in Limburg an der Lahn statt. Wir freuen uns auf Ihre Ideen für die Diskussionen vor Ort und ihre zahlreiche Teilnahme. Sollten Sie Themenvorschläge für zukünftige SUMP-Netzwerktreffen haben, dann senden Sie uns diese gerne per Mail an mobilitaet@htai.de zu.

Möchten Sie dem SUMP-Netzwerk beitreten, um Zugang zu den Präsentationen zu erhalten? Dann registrieren Sie sich hier: SUMP.Netzwerktreffen Hessen | NaKoMo Die Anmeldung und Mitgliedschaft ist für Sie kostenlos.

Vorstellung der Förderrichtlinie für die Erstellung nachhaltiger integrierter Mobilitätspläne

Galerie

Fotografin: Annika List

Kontakt

Sarah Coordes
Sarah Coordes
Projektmanagerin Nachhaltige Mobilitätsplanung
Alexandra Werner
Projektmanagerin Wirtschaftsverkehrsplanung